„Derjenige, dessen Funktionen von Doshas (Bioenergien), Agnis (Verdauungsfeuern), Dhatus (Gewebe)  und Malas (Ausscheidungsprodukte) im Gleichgewicht sind, und der in Selbst, Geist und Sinnen fröhlich ist, der ist gesund.“
Su. Sa. Su. (15:41)

Diese Definition von Gesundheit aus den klassischen Texten des Ayurveda steht in enger Verbindung mit den Zielen von Yogatherapie. Yogatherapie bedeutet den gezielten Einsatz der Methoden und des Wissens des Yoga aufgrund einer ärztlichen Diagnose. Voraussetzung ist dabei selbstverständlich der Wunsch des Klienten für eine Zusammenarbeit.

Ziel der Yogatherapie ist es, die Einheit von Körper, Psyche und Bewusstsein zu bewahren oder wiederherzustellen.

In moderner Yogatherapie werden Erkenntnisse der westlichen Medizin und Psychologie integriert und die Systeme komplementär genutzt. Eine besondere Verbindung ergibt sich mit dem Ayurveda, einem indischen Medizinsystem, in dem Yoga traditionell Anwendung findet.

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Yoga ist kein Allheilmittel. Seine Wirkungen stellen sich erst – mit wenigen Ausnahmen – nach längerer Zeit der regelmäßigen Praxis ein. So wird die Wirkung von Yoga  in erster Linie  im Bereich chronischer Erkrankungen erforscht und angewendet,  kann aber auch bei einigen akuten Erkrankungen genutzt werden.

Was Yogis seit Jahrhunderten beschreiben, wird in den letzten Jahren – nicht zuletzt durch die hohe Popularität des Yogas in den USA – nach westlichen Standards wissenschaftlich erforscht. Durch die zunehmende Anzahl der Studien wird die Wirksamkeit von Yoga in verschiedenen medizinischen Fachbereichen belegt. Auch in Deutschland haben die therapeutischen Möglichkeiten des Yogas mittlerweile im Rahmen der Präventions- und Komplementärmedizin Anerkennung erhalten.

Mittelpunkt der therapeutischen Arbeit ist das Erarbeiten einer individuellen, an die persönlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten angepassten Yogapraxis. Darüber hinaus erfolgen Beratung zu Lebensstil und Ernährung auf der Basis yogischer Lehre.

Voraussetzung einer erfolgreichen Zusammenarbeit ist das regelmäßige Üben und der regelmäßige Austausch zu Fort- oder auch Rückschritten, Unsicherheiten oder Änderungen beim Üben und im Gesundungsverlauf.

  • Therapeutischer Yoga ersetzt nicht den Besuch beim Arzt, nicht ärztlichen Psychotherapeuten oder Heilpraktiker und verspricht keine Heilung von Krankheiten. Er begleitet Regeneration, Stressabbau und die Entwicklung von Achtsamkeit im Alltag.